FaRK 2014 in Landsweiler-Reden

Am vergangenen Wochenende (30.08. / 31.08.2014) fand zum zweiten Mal die FaRK statt. Hinter der knappen Bezeichnung verbirgt sich die Abkürzung für „Fantasie und Rollenspiel Konvent“, und die FaRK wurde ihrem Namen mehr als gerecht. Während letztes Jahr das Event noch auf rund 1800 m² (ich meine mich an diese Zahl erinnern zu können) in der Illinger Illipse stattfand, erweiterte man dieses Jahr mal locker um Faktor 10 und siedelte das Ganze beim Bergwerk in Landsweiler-Reden an, einem alten Industriegelände, welches geradezu die perfekte Kulisse für die zahlreichen Endzeit- und Steampunk-Cosplayer und LARPer bot.

20140831_150318Thematisch wurde im Rahmen der kostenlosen (!) Veranstaltung – anstatt Eintritt konnte man freiwillig etwas zu Gunsten des Kinderhospizdienstes Saar spenden – alles rund um das Thema Fantasy und Rollenspiel abgedeckt. Das weitläufige Außengelände bot Platz u.a. für die Lost Eden Endzeitler, die ihre selbstgebastelten Fahrzeuge nicht nur ausstellten, sondern auch gelegentlich auf dem Gelände in Aktion vorführten.

Die Weitläufigkeit des Veranstaltungsgeländes erlaubte es, dass die Angebote teilweise thematisch örtlich sortiert waren und man zwischendrin, wenn man ein wenig Abstand vom Trubel gewinnen wollte, einfach mal Reißaus nehmen und z.B. entlang des Wasserparks spazieren gehen konnte.

Überhaupt lud das Außengelände zum fröhlichen Umherspazieren und, das natürlich vor allem, zum Begutachten der unzähligen Cosplayer aller Couleur ein. Es gab zudem eine Bühne, auf der insbesondere am Samstag härtere Klänge zu hören waren. So spielten am frühen Abend die Damen und Herren von Wanderreigen, die mit ihrem folkigen Piraten-Flöten-Was-weiß-ich Metal/Rock gut einheizten und das Publikum, auch dank der fröhlichen Ansprachen von Fronter Benny, bei Laune hielten.  Auf der Bühne ging es danach mit Blessed Hellride weiter – von denen ich nur ein paar Songs mitbekam, ich würde sagen, sowas in Richtung härterer Rock mit Stoner-Anleihen. Den Abschluss des Samstags machten schließlich Infinight. Die hatten sich auf ein schönes Cover-Programm eingestellt, darunter – passend zur FaRK – u.a. Covers von 80er Jahre Serienhighlights wie Transformers und Sabre Rider (oder, war doch Sabre Rider?). Ich wollte eigentlich Samstag um 18 Uhr gehen. Die Musik hielt mich bis 24 Uhr. Ich denke, die Bands haben ihre Mission erfüllt.

Ein weiteres Highlight der FaRK war eine eigens dem Thema Steampunk gewidmete Halle, in der zahlreiche Händler Schmuck, Kleider und Accessoires feilboten und man sich nun gänzlich wie in einer anderen – alternativen – Welt fühlte.

Vor dem Hauptgebäude zog ein Stand noch besondere Aufmerksamkeit auf sich. Hier hatten die Künstler von Tiefseh in mühevoller Arbeit einen wohnzimmerlich anmutenden Stand aufgebaut, über den sie ihre Kunst präsentierten. Eine schöne Ergänzung zum fantastischen Flair der FaRK.

Im Eingangs- bzw. Hauptgebäude gab es neben Ausstellungen von Künstlern und Händlern auch zwei Säle mit Lesevorträgen. Im Obergeschoss sorgte der Drachenwinkel einmal wieder für tolle Unterhaltung mit diversen Lesungen namhafter Autoren aus dem Fantasy-Genre, anmoderiert von der stets gut gelaunten und grün gekleideten Ann-Kathrin Karschnick.

Zu den Samstagslesungen zählte auch eine Lesung von Tommy Krappweis, der aus „Mara und der Feuerbringer“ vorlas und damit zugleich Werbung für den gleichnamigen Film, der im nächsten Jahr herauskommt, machte. Der Film wird eine Art Fantasy-Mystery-Film, wenn ich es recht verstehe, die Hauptrolle der Mara spielt das begabte Nachwuchstalent Lilian Prent. Ich durfte Herrn Krappweis bereits vor ein paar Jahren auf der RingCon lauschen und erneut schaffte er es, den gesamten Saal zum Lachen zu bringen. Egal ob durch seine witzige Art, die „Lesung“ zu gestalten – naja, er hat auch tatsächlich etwas aus dem Buch vorgelesen -, oder dadurch, dass er weiß, wie er Saarländer zum Schmunzeln bringt („ei joh“…).

20140831_160737In einer eigenen Räumlichkeit fand Dragonlord Games seinen Platz, der sympathische Dealer rund um Tabletop, RPG und Co. aus Dillingen und Saarbrücken. Andy, der Ladenkeeper, hatte sich in eine beeindruckende Gewandung gesteckt und so für das richtige Ambiente gesorgt. Schön an der Räumlichkeit war, dass es a) große Spielflächen gab und b) die Spieler dort auch eine gewisse Abgeschiedenheit hatten, sodass zwar interessierte Zuschauer reinschauen konnten, aber nicht der gesamte Besucherstrom unaufhörlich an den Tischen vorbeimarschierte.

20140831_184433Weiteres reichhaltiges Tabletop-Angebot boten die Mädels und Jungs von SaarHammer. Die hatten nicht nur spielbares Gelände dabei, sondern auch schöne Dioramen, insbesondere das Batman Diorama hatte richtig Eindruck gemacht. Wer auf knifflige Rätsel à la Riddler stand, der konnte in diesem Diorama irgendwelche 27 Hinweise finden. Auf jeden Fall mit viel Liebe zum Detail geschaffen.

20140831_184452Den krönenden Abschluss der FaRK bildete die Spendenübergabe von Cheforganisator Benjamin Kiehn an den Kinderhospizdienst. Die Besucher der Fark sammelten insgesamt rund 22.000,00 €, was sogar den gestandenen Mann von Veranstalter zu Tränen rührte (Ich hätte noch ein schöneres Bild gemacht, wenn sich der Fotograf (!) nicht drei Sekunden später ins Bild gedrängelt hätte und damit ein weiteres Knipsen unmöglich machte..;)).

20140831_183717Ein herzergreifend schönes Ende, was alle Beteiligten – Veranstalter, Aussteller, Besucher – für das nächste Jahr motivierte. Es wird in 2015 nämlich wieder einer FaRK geben, wie im selben Atemzug bereits angekündigt wurde. Und ich freue mich bereits darauf. Wenn man die FaRK vergleichen wollte mit anderen Messen und Veranstaltungen, würde ich sagen, es handelt sich um den heranwachsenden Bruder der RPC in Köln, nur dass es noch ein ganzes Stück familiärer zuging – was allerdings auch an dem Heimvorteil liegen konnte. Dennoch, die FaRK zog zahlreiche Besucher auch von außerhalb an und durchweg gab es nur positives Feedback.

In diesem Sinne dann also bis nächstes Jahr, hoffentlich auch wieder in der selben tollen Kulisse.

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